Kahlschlag für Schulkinder

Haare schneiden

Im westafrikanischen Staat Togo verordneten laut eines Spiegel-Berichtes einige Lehrer Problemschülerinnen eine radikale Frisurenänderung – und schickten sie kurzerhand zum Friseur.

Eine der betroffenen Schülerinnen, die 17-jährige Tina Djobe, äußerte sich dazu gegenüber der BBC:

Ich bin sauer. Ich möchte meine Haare behalten. Wenn ich sie aber nicht abschneide, darf ich nicht mehr in die Schule.

Die verordnete Radikalfrisur würde sich, so die verantwortlichen Lehrer, positiv auf das Lernverhalten der Schüler auswirken. Schülerinnen versuchten, in stundenlanger Sisyphusarbeit ihre stark gekrausten Haare zu glätten, kürzere Haare würden den Schülerinnen mehr Zeit für die Schule lassen und somit ihre Leistungen verbessern.

Der togolesische Bildungsminister, der mit seiner Gardinenpredigt über moderatere Frisuren und bescheidenere Kleidung die Lehrer vermutlich in ihrer Entscheidung bestärkt hat, fühlte sich mit dieser Maßnahme missverstanden und ließ verlauten, dass es zu weit gehe, Schülerinnen zu Kurzhaarfrisuren zu zwingen – Vermutlich haben derartige Bestrafungen daher den Status einer einmaligen pädagogischen Stilblüte.

Und die Moral von der Geschicht – Sitten anders, Lehrer nicht. Oder so. Tschüss.

P.S.:Unabhängig vom Erfolg dieser “Kurzhaartherapie” beschleicht mich das Gefühl, dass ähnliche Praktiken gerade auch an deutschen Schulen zur Anwendung kommen – immerhin lassen sich diejenigen Leute, denen man schon ansieht, dass sie in der Schule ihre Zeit weniger dem Unterricht widmen, auch an ihrer blankrasierten Birne (und zugegebenermaßen auch an ihren Äußerungen) erkennen. Zufall? So, wie die Puzzleteile zusammenpassen – sicher nicht.

P.P.S.: Die Wikipedia-Qualitätsoffensive, momentan die Aktion Winterspeck, scheint die Qualität der Wikipedia-Artikel bereits innerhalb einer guten Woche rapide gesteigert zu haben. So fiel mir im Zuge meiner Togo-Recherche auf, dass bei der Berechnung von Religionsanteilen bereits die neuentdeckten mathematischen Gesetze der skandinavischen Mathematikerin Prof. Dr. Dr. Viki Pedianerkoennenkeinmathe zum Einsatz kamen.
Beweis:

Wikipedia-Fehler bei Togo

Ganz große Klasse, dass man sich immer auf Wikipedia verlassen kann!

P.P.P.S.: Als überzeugter Wikipedia-Benutzer habe ich natürlich die fleißigen Artikelschreiber auf den unbedeutenden Lapsus Calami aufmerksam gemacht.

P.P.P.P.S.: Du hast den Fehler nicht gefunden? Ab in die 2. Klasse!

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